26.11.2014 – Um MS-Kranke zu unterstützen, haben Musiker aus Deutschland und Russland ein musikalisch vielseitiges Konzert vor gut 150 Zuhörern in Kassel gegeben. Initiatorin war die bekannte Konzertpianistin Tatjana Malinin-Fedkina, die selbst von MS betroffen ist.

Zum zweiten Mal hat die bekannte Konzertpianistin Tatjana Malinin-Fedkina (li.) - neben Anna Sterzner vom Opernstudio Belcanto - ein Benefizkonzert zugunsten der DMSG Hessen organisiert. Foto: Antonia Reingardt

Zum zweiten Mal hat die bekannte Konzertpianistin Tatjana Malinin-Fedkina (li.) – neben Anna Sterzner vom Opernstudio Belcanto – ein Benefizkonzert zugunsten der DMSG Hessen organisiert. Foto: Antonia Reingardt

Zu einer „Reise in die Welt der Klassik“ haben die Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Russland die gut 150 Zuhörer in der evangelischen Erlöserkirche in Kassel-Harleshausen mitgenommen. Sie präsentierten ein abwechslungsreiches und vielseitiges Benefizkonzert, das mit Klaviermusik, Liedern von Tschaikowsky und Rachmaninov, Opernarien, Opernduetten, Auszügen aus der Oper Carmen das Publikum bestens unterhielt.

Eine Szene aus der Oper Carmen (v.li.): Katja Mamysheva, JochenFaulhammer, Anna Palupski, Eugenia Malkiel als Carmen und der Chor des Opernstudio Belcanto. Foto: Antonia Reingardt

Eine Szene aus der Oper Carmen (v.li.): Katja Mamysheva, JochenFaulhammer, Anna Palupski, Eugenia Malkiel als Carmen und der Chor des Opernstudio Belcanto. Foto: Antonia Reingardt

Unter dem Motto „Musik gibt Hoffnung“ war es der berühmten Konzertpianistin Tatjana Malinin-Fedkina gelungen, ihr bekannte Musiker und Schüler zur Teilnahme an dem Benefizkonzert zugunsten der DMSG Hessen zu motivieren.

Nach der Begrüßung durch Sonja Waschilowski von der Kasseler Beratungsstelle der DMSG Hessen, die das Publikum an den Anlass für das Benefizkonzert erinnerte und es ermunterte, nach dem genussvollen Klangerlebnis für die MS-Betroffenen zu spenden, begann das gut zweieinhalbstündige Benefizkonzert. Es spielten und sangen die regionalen Künstler Jochen Faulhammer (Bass) und Anna Palupski (Sopran), Studenten der Musikakademie, Künstler vom Opernstudio Belcanto unter der Leitung von Anna Sterzer, Julia Reingardt und Faina Ostromuhov. Es sangen Ulrike Schwarz (Sopran), Agnes Günthner (Mezzosopran), Vera Senkovskaia (Sopran), Katya Mamysheva (Sopran), Eugenia Malkiel (Mezzosopran). Der Chor des Opernstudios Belcanto waren: Sopran: Manja Leinwather, Ramona Heßler, Katharina Müller. Alt: Ludmila Schneider, Kristina Michel, Stefanie Schrader, Michelle Jahn. Tenor: Bodo Schlüter. Bass: Michael Becker.

Aus Moskau waren Elena Makarova (Gesang) und Elena Zhoukova (Klavier) eigens für das Benefizkonzert angereist.

Die selbst komponierte "Sonate des Vagabunden" präsentierte Malte Mekiffer. Foto: Antonia Reingardt

Die selbst komponierte „Sonate des Vagabunden“ präsentierte Malte Mekiffer. Foto: Antonia Reingardt

Der frührere Schüler von Tatjana Malinin-Fedkina, Malte Mekiffer, hatte für die Zuhörer sogar ein besonderes Konzert-Bonbon parat: Er präsentierte erstmals sein eigene Komposition, die Klaviersonate Nr.1 „Sonate des Vagabunden“, die mit modernen, jazzigen und amüsanten Elementen beeindruckte und der das Publikum gespannt und aufmerksam zuhörte.

Am Ende des Benefizkonzerts „Musik gibt Hoffnung“ zeigte sich Initiatorin Tatjana Malinin-Fedkina stolz über die Resonanz. Gut 800 Euro kamen an Spenden zusammen, berichtet Mit-Organisatorin Julia Reingardt.

Die Sopranistin Elena Makarova war eigens aus Moskau angereist. Foto: Antonia Reingardt

Die Sopranistin Elena Makarova war eigens aus Moskau angereist. Foto: Antonia Reingardt

Zum zweiten Mal hatte Tatjana Malinin-Fedkina ein solches Benefizkonzert zugunsten Multiple Sklerose Erkrankter organisiert. Sie selbst ist vor 13 Jahren an MS erkrankt. „Schon von Anfang an habe ich erkannt, dass der Kampf gegen die Krankheit wahrscheinlich lang und schwierig sein wird, und dass dieses Leid, leider, viele trifft. Dabei sollte man nicht nur eigene Probleme selbstbemitleidend und verzweifelt wahrnehmen. Man müsste versuchen anderen Kranken damit zu helfen, was in eigener Kraft liegt: in meinem Fall mit meiner Kunst, Musik, meiner Freude und Hoffnung, meinen Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit“, war ihr Antrieb für das Wohltätigkeitskonzert, für das sie viele Künstler gewinnen konnte: „Die Unterstützung und das Verständnis der Kollegen, Freunde und Schüler halfen mir, die Freude, Kraft und Lust, es mit anderen zu teilen, wieder zu entdecken. So hatte ich die Idee die Konzerte ‚Musik schenkt Hoffnung‘ regelmäßig zu initiieren, und ich bin froh, dass die großartige Musiker gerne auf mein Aufruf positiv reagierten um mit ihrer Kunst wirklich Hoffnung zu schenken. Mit vielen der Teilnehmer des Konzerts bin ich seit Jahren bekannt: Elena Zhoukova war einst ein Studentin meines verstorbenen Ehemannes Prof.Malinin, Malte Mekiffer ist mein ehemaligen Schüler, mit der Leiterin des Opernstudio Belcanto Anna Sterzer, mit der Sängerin Elena Makarova und Pianistin Julia Reingardt verbindet mich langfristige Freundschaft. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern ganz herzlich!“ Sonja Thelen

Viel Applaus gab es für die Künstler nach dem gelungenen Konzert in der Kasseler Erlöserkirche. Foto: Antonia Reingardt

Viel Applaus gab es für die Künstler nach dem gelungenen Konzert in der Kasseler Erlöserkirche. Foto: Antonia Reingardt