In Langen (Landkreis Offenbach) möchte sich auf Initiative einer jungen MS-Betroffenen ein neuer Treff für an Multiple Sklerose Erkrankte gründen. Die erste Zusammenkunft ist am Donnerstag, 23. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr im „ZenJA – Zentrum für Jung und Alt“ (Zimmerstraße 3, 63225 Langen). Das neue Angebot richtet sich vor allem an jüngere MS-Betroffene sowie an Väter und Mütter, die an Multiple Sklerose erkrankt sind und den Austausch mit anderen Betroffenen suchen. Wer am ersten Treffen teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 20. Januar anzumelden. Die DMSG Hessen unterstützt den Aufbauprozess des neuen MS-Treffs Langen.

Die Diagnose „Multiple Sklerose“ trifft einen mitten im Leben und meist Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Diagnose bedeutet einen großen Einschnitt in das private und berufliche Leben und wirft viele Fragen auf. MS-Betroffene suchen daher gerne Kontakt zu anderen Betroffenen, um sich mit ihnen über Krankheitsverlauf, Therapie, Fragen zu Beruf oder Familienplanung auszutauschen, aber auch um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen.

In Langen (Landkreis Offenbach) möchte sich nun dank der Initiative einer jüngeren MS-Betroffenen ein neuer MS-Treff gründen, der vor allem junge Menschen und Eltern mit MS ansprechen möchte. Stefanie Görlitz, eine Mittdreißigerin aus Langen und alleinerziehende Mutter, die vor zehn Jahren die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, hatte die Idee zu dem Treff.

Der Treff soll anderen jungen MS-Betroffenen und Eltern Mut machen im Umgang mit der nach wie vor unheilbaren Erkrankung. Eine Erkrankung, die wegen ihres individuellen und nicht vorhersehbaren Verlaufs Zukunfts- und Existenzängste bereiten kann, wenngleich sich die Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren verbessert haben. Was bedeutet die Erkrankung für die berufliche wie auch private Lebensplanung? Was ist mit dem Wunsch nach eigenen Kindern? Oder es sind schon Kinder da. Wie können diese versorgt und aufgezogen werden, wenn ein Elternteil MS-betroffen ist und eventuell später auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird? Das sind Fragen, die sich junge Menschen mit MS stellen und für die der neue Treff in Langen ein Forum sein kann, so Stefanie Görlitz, die andere jüngere Betroffene ermuntern möchte mitzumachen. Begleitet wird die Aufbauarbeit des neuen MS-Treffs von Monika Dettke (Leiterin Soziale Dienste DMSG Hessen). „Die Selbsthilfegruppen sind ein essentielles Element unserer Arbeit. Für MS-Betroffene ist es ungeheuer wichtig, sich untereinander auszutauschen. Das kann sehr dabei helfen, die Krankheit und das Leben mit Multiple Sklerose zu akzeptieren. Daher ist es uns ein Anliegen, MS-Betroffene, dort, wo sie leben, zu unterstützen, Kontakte zu anderen MS-Betroffenen zu knüpfen“, erläutert Monika Dettke, die am ersten Treffen teilnehmen wird.

Wer am ersten Treffen am Donnerstag, 23. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr im „ZenJA“ (Zimmerstraße 3, Langen) teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 20. Januar 2020 anzumelden: Stefanie Görlitz, Tel. 0176 – 64 24 99 35, Email: stefanie.goerlitz@gmx.net, oder Monika Dettke, Tel. 069 – 40 58 98-0, Email: dettke@dmsg-hessen.de. Wer ansonsten Interesse oder Fragen zum MS-Treff Langen hat, kann sich ebenso an beide Frauen wenden.