In Langen (Landkreis Offenbach) möchte sich auf Initiative einer jungen MS-Betroffenen ein neuer Treff für an Multiple Sklerose Erkrankte gründen. Die erste Zusammenkunft ist am Donnerstag, 23. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr im „ZenJA – Zentrum für Jung und Alt“ (Zimmerstraße 3, 63225 Langen). Das neue Angebot richtet sich vor allem an jüngere MS-Betroffene sowie an Väter und Mütter, die an Multiple Sklerose erkrankt sind und den Austausch mit anderen Betroffenen suchen. Wer am ersten Treffen teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 20. Januar anzumelden. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen unterstützt den Aufbauprozess des neuen MS-Treffs Langen.

Frankfurt am Main / Langen, 10. Dezember 2019. Die Diagnose „Multiple Sklerose“ trifft einen mitten im Leben und meist Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Diagnose bedeutet einen großen Einschnitt in das private und berufliche Leben und wirft viele Fragen auf. MS-Betroffene suchen daher gerne Kontakt zu anderen Betroffenen, um sich mit ihnen über Krankheitsverlauf, Therapie, Fragen zu Beruf oder Familienplanung auszutauschen, aber auch um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. In Langen (Landkreis Offenbach) möchte sich nun dank der Initiative einer jüngeren MS-Betroffenen ein neuer MS-Treff gründen, der vor allem junge Menschen und Eltern mit MS ansprechen möchte. Stefanie Görlitz, eine Mittdreißigerin aus Langen und alleinerziehende Mutter, die vor zehn Jahren die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, hatte die Idee zu dem Treff.

Der Treff soll anderen jungen MS-Betroffenen und Eltern Mut machen im Umgang mit der nach wie vor unheilbaren Erkrankung. Eine Erkrankung, die wegen ihres individuellen und nicht vorhersehbaren Verlaufs Zukunfts- und Existenzängste bereiten kann, wenngleich sich die Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren verbessert haben. Was bedeutet die Erkrankung für die berufliche wie auch private Lebensplanung? Was ist mit dem Wunsch nach eigenen Kindern? Oder es sind schon Kinder da. Wie können diese versorgt und aufgezogen werden, wenn ein Elternteil MS-betroffen ist und eventuell später auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird? Das sind Fragen, die sich junge Menschen mit MS stellen und für die der neue Treff in Langen ein Forum sein kann, so Stefanie Görlitz, die andere jüngere Betroffene ermuntern möchte mitzumachen. Begleitet wird die Aufbauarbeit des neuen MS-Treffs von Monika Dettke (Leiterin Soziale Dienste DMSG Hessen). „Die Selbsthilfegruppen sind ein essentielles Element unserer Arbeit. Für MS-Betroffene ist es ungeheuer wichtig, sich untereinander auszutauschen. Das kann sehr dabei helfen, die Krankheit und das Leben mit Multiple Sklerose zu akzeptieren. Daher ist es uns ein Anliegen, MS-Betroffene, dort, wo sie leben, zu unterstützen, Kontakte zu anderen MS-Betroffenen zu knüpfen“, erläutert Monika Dettke, die am ersten Treffen teilnehmen wird.

Wer am ersten Treffen am Donnerstag, 23. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr im „ZenJA“ (Zimmerstraße 3, Langen) teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis zum 20. Januar 2020 anzumelden: Stefanie Görlitz, Tel. 0176 – 64 24 99 35, Email: stefanie.goerlitz@gmx.net, oder Monika Dettke, Tel. 069 – 40 58 98-0, Email: dettke@dmsg-hessen.de. Wer ansonsten Interesse oder Fragen zum MS-Treff Langen hat, kann sich ebenso an beide Frauen wenden.

Die DMSG Hessen:

Die DMSG, Landesverband Hessen e.V., ist eine Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für MS-Kranke in Hessen, wurde 1980 gegründet und hat in Frankfurt ihren Sitz. 18 haupt- und über 500 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten hier für zirka 10.000 Betroffene in Hessen. Der Landesverband Hessen ist einer von 16 Landesverbänden, die der Bundesverband mit Sitz in Hannover umfasst. Ziel der Selbsthilfeorganisation ist vornehmlich die umfassende und individuelle Beratung MS-Betroffener und ihrer Angehörigen in psychosozialen, medizinischen, beruflichen und sozialrechtlichen Fragen. Weitere Anliegen der DMSG Hessen sind, bei der Organisation und Beantragung von pflegerischen Leistungen und Rehabilitation zu beraten sowie MS-Betroffene und ihre Angehörigen in allen Aspekten ihres sozialen Lebens zu begleiten und im Beratungstermin persönliche Anliegen zu besprechen.

Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und anderen weitgehenden Beeinträchtigungen führen kann. In Deutschland leiden rund 240.000 Menschen an MS, davon vermutlich mehr als 10.000 in Hessen. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht bekannt. Sie ist nicht ansteckend. Welche andere Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. MS kann heute frühzeitig günstig beeinflusst werden. Die Anzahl der Neuerkrankungen gerade bei jungen Menschen nimmt von Jahr zu Jahr stetig zu.

www.dmsg-hessen.de

Das Spendenkonto der DMSG Hessen: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE74 550  205 000 007 605 200, BIC: BFSWDE33MNZ

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