In Weilburg (Lahn-Dill-Kreis) und Umgebung möchte sich auf Initiative der örtlichen MS-Selbsthilfegruppe Weilburg ein neuer Stammtisch für MS-Betroffene etablieren. Das erste Treffen ist am Mittwoch, 13. März. Beginn ist um 19 Uhr in der PM-Lounge Weilburg (Am Postplatz 3, 35781 Weilburg). Wer sich für das neue Angebot interessiert und am ersten Treffen teilnehmen möchte, wird gebeten sich bei Gruppenleiterin Astrid Eppstein bis zum 11. März anzumelden. Am ersten Treffen nimmt auch Monika Dettke teil, Leiterin Soziale Dienste bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen.

Frankfurt am Main, 27. Februar 2019. Die Diagnose „Multiple Sklerose“ trifft einen mitten im Leben und meist Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Die Diagnose bedeutet einen großen Einschnitt in das private und berufliche Leben und wirft viele Fragen auf. MS-Betroffene suchen daher gerne den Kontakt zu anderen Betroffenen, um sich mit ihnen über Krankheitsverlauf oder Therapie auszutauschen aber auch, um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. Eine Möglichkeit hierzu soll in Weilburg und Umgebung der neue MS-Stammtisch bieten, der sich am Mittwoch, 13. März, erstmals trifft.

Die Initiative stammt von Astrid Eppstein. Sie leitet seit Anfang des Jahres die MS-Selbsthilfegruppe „Weilburg“, in der sie schon seit vielen Jahren aktiv ist und die in diesem Jahr seit 30 Jahren besteht. Aufgrund ihrer Erfahrung hat Astrid Eppstein festgestellt, dass in ihrer Region ein zwangloser Treff für an Multiple Sklerose Erkrankte und ihre Partner fehlt, die sich nicht unbedingt fest an eine Selbsthilfegruppe binden wollen. Diese Angebotslücke möchte die MS-Betroffene mit dem neuen Weilburger MS-Stammtisch schließen, der zudem seinen Fokus auf Berufstätige hat, erläutert Astrid Eppstein.

Das erste Treffen des neuen Stammtischs ist am Mittwoch, 13. März. Beginn ist um 19 Uhr in der PM-Lounge Weilburg (Am Postplatz 3, 35781 Weilburg). Wer sich für das neue Angebot interessiert und am ersten Treffen teilnehmen möchte, wird gebeten sich bei Gruppenleiterin Astrid Eppstein bis 11. März anzumelden, Tel. 06472 / 7002, Email: astrid.eppstein@arcor.de.

Am ersten Treffen des Weilburger Stammtischs wird auch Monika Dettke, Leiterin Soziale Dienste bei der DMSG Hessen, teilnehmen. „Jeder MS-Betroffene geht ganz unterschiedlich mit der Erkrankung um. Manche suchen offensiv den Anschluss zu anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe. Andere möchten einen losen, unverbindlichen und zwanglosen Austausch mit anderen MS-Erkrankten, ohne Druck und Verpflichtung, auch weil ihnen beispielsweise wegen der Berufstätigkeit dazu schlichtweg die Zeit fehlt. Hier kann der Stammtisch genau die passende Plattform sein“, erläutert Monika Dettke und betont: „Es gibt ebenso die MS-Betroffenen, die ohne Zuspruch und Unterstützung von außen mit der Diagnose und der Erkrankung lernen umzugehen, und solche, die für sich einen Prozess durchlaufen, bis sie feststellen, dass sie den Austausch mit anderen Betroffenen im Umgang mit ihrer MS brauchen.“

Die DMSG Hessen:

Die DMSG, Landesverband Hessen e.V., ist eine Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für MS-Kranke in Hessen, wurde 1980 gegründet und hat in Frankfurt ihren Sitz. 18 haupt- und über 500 ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten hier für zirka 10.000 Betroffene in Hessen. Der Landesverband Hessen ist einer von 16 Landesverbänden, die der Bundesverband mit Sitz in Hannover umfasst. Ziel der Selbsthilfeorganisation ist vornehmlich die umfassende und individuelle Beratung MS-Betroffener und ihrer Angehörigen in psychosozialen, medizinischen, beruflichen und sozialrechtlichen Fragen. Weitere Anliegen der DMSG Hessen sind, bei der Organisation und Beantragung von pflegerischen Leistungen und Rehabilitation zu beraten sowie MS-Betroffene und ihre Angehörigen in allen Aspekten ihres sozialen Lebens zu begleiten und im Beratungstermin persönliche Anliegen zu besprechen.

Was ist Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und anderen weitgehenden Beeinträchtigungen führen kann. In Deutschland leiden rund 240.000 Menschen an MS, davon vermutlich mehr als 10.000 in Hessen. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht bekannt. Sie ist nicht ansteckend. Welche andere Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. MS kann heute frühzeitig günstig beeinflusst werden. Die Anzahl der Neuerkrankungen gerade bei jungen Menschen nimmt von Jahr zu Jahr stetig zu.

www.dmsg-hessen.de

Das Spendenkonto der DMSG Hessen: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE74 550  205 000 007 605 200, BIC: BFSWDE33MNZ

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