Ohne sie wäre der PfennigBazar überhaupt nicht zu stemmen: Die Hunderten Helfer, die bei den Sammelterminen und an den beiden Verkaufstagen im Dominikanerkloster anpackten und so zum Gelingen der Benefizaktion zugunsten MS-Kranker tatkräftig beitrugen. Um ihnen von ganzem Herzen für ihr Engagement zu danken, hatte die Ehrenvorsitzende der DMSG Hessen, Renate von Metzler, die Freiwilligen zu einem Empfang eingeladen.

Unzählige Stunden haben sie geschuftet, Kartons und Tüten voller Spenden sortiert, die Spenden in Umzugkartons verpackt und in Container verstaut. Um den zweitägigen Verkauf im „Second-Warenhaus für den guten Zweck“ vorzubereiten, bauten sie Tische und Kleiderstangen auf und packten die gespendeten Waren wieder aus. Sie berieten die Kunden und füllten die Verkaufsflächen auf.

Die Helfer setzten sich uneigennützig ein, spendeten ihre Zeit und Kraft, um MS-Betroffene in Hessen und den Hospizverein St. Katharina zu unterstützen.

Um ihnen für ihren Einsatz von Herzen zu danken, hatte die Ehrenvorsitzende der DMSG Hessen und Mitinitiatorin des PfennigBazars, Renate von Metzler, all die Freiwilligen jetzt zu einem kurzweiligen Dankeempfang in das Haus Metzler in Frankfurt-Bonames eingeladen.

„Ich freue mich, Sie hier zu sehen“, begrüßte Renate von Metzler die gut 130 Gäste, die ihrer Einladung gefolgt haben: „Wir haben gemeinsam wieder fleißig gesammelt und sortiert. Und jedes Jahr erleben wir dabei Geschichten, die ein Buch füllen könnten.“

Eine solche Geschichte erzählte Frau von Metzler den Gästen und las hierzu aus einer Glückwunschkarte an einen gewissen Gaston vor, der diese an sich zu seinem Geburtstag hätte geschenkt bekommen sollen – samt 50 Euro als Zuschuss zu einer neuen Vespa. Doch das Geldgeschenk wurde offenbar in einem Jackett vergessen, dieses dem PfennigBazar gespendet, wo es Helferin Ingrid Witt beim Sortieren in einer Jackentasche fand.

Zur Unterhaltung der Gäste las Renate von Metzler die Glückwünsche vor und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Gaston hoffentlich zufrieden damit ist, dass diese 50 Euro nun einem guten Zweck zu Gute gekommen sind.

Seinen Dank für das zupackende Engagement all der Helfer brachte zudem Prof. Dr. Karl Hans Holtermüller in seiner amüsanten Dankesansprache zum Ausdruck.

Er ist der Vorsitzende des Hospizvereins St. Katharina, der ein Viertel des Erlöses aus dem PfennigBazar erhält. Holtermöller zeigte sich von der Leistung der Helfer nachhaltig angetan. Er hatte sich selbst einen Eindruck von der Arbeit der Ehrenamtlichen gemacht: „Die Helfer waren mit großer Effizienz und Engagement im Einsatz, als ich bei einem Sammeltermin mit den Kleiderspenden meiner verstorbenen Frau vorfuhr.“

Auch davon, was die Helfer beim „PfennigBazar“ im Dominikanerkloster mit welcher Leistungsfähigkeit auf die Beine stellten, zeigte sich Prof. Holtermöller beeindruckt: „Sie helfen mit Ihrem Engagement auf vielfältige Weise: MS-Betroffenen, dem Hospizverein und Bedürftigen in dieser Stadt.“ Die finanzielle Unterstützung für den Hospizverein durch den PfennigBazar sei ein wichtiger Beitrag, um den im Hospiz lebenden Menschen eine würdevolle Begleitung bis zum Tode zu ermöglichen – ganz im Sinne des Hospizgedankens „Dem Tag mehr Leben zu geben“.

Seit 2004, als der PfennigBazar das erste Mal dank der Initiative vor allem von Susie von Verschuer-Bär, Renate von Metzler, Ingrid Pajunk (Frankfurter PR-Dame und Moderatorin), Alexandra Prinzessin von Hannover (damals Vorstand Hospizverein St. Katharina, leider 2015 verstorben) und Gerhild Börsig (Initiatorin und Ideengeberin) stattfand, konnten insgesamt 1,2 Millionen Euro umgesetzt werden.

Das berichtete unter dem begeisterten Applaus der Gäste Susie von Verschuer-Bär, die mit ihrer Spedition Fermont das organisatorische Rückgrat des Wohltätigkeitsbasars ist: „Das ist eine gewaltige Summe.“ Zugleich verkündete sie stolz den Erlös aus dem „13. PfennigBazar“: 89.500 Euro, der zu Dreivierteln an die DMSG Hessen und zu einem Viertel an den Hospizverein St. Katharina gegangen ist.

Nach all den Worten des Lobes und der Anerkennung schloss sich der gesellige Teil an. Die Gäste genossen den köstlichen Wein und die Häppchen und nutzten den Moment, um mal abseits des sonst bei den Sammelterminen und beim Verkauf herrschenden Stresses miteinander zu plaudern. Sonja Thelen