08.01.2014 – DMSG-Bundesverband stellt innovatives Internettool auf www.dmsg.de ins Internet. Der „virtuelle Patient“ durchläuft hier die verschiedenen Stationen, die einer Einweisung folgen. Dieses neue Tool soll MS-Betroffenen die Verunsicherung vor einem stationären Aufenthalt nehmen.

Bei dem neuen Internettool schlüpft der Nutzer in die Rolle des virtuellen Patienten. Grafik: DMSG

Bei dem neuen Internettool schlüpft der Nutzer in die Rolle des virtuellen Patienten. Grafik: DMSG

Der Verdacht an Multipler Sklerose erkrankt zu sein, zieht zur Abklärung der Diagnose in der Regel einen Krankenhausaufenthalt nach sich. Ganz viele Menschen fragen sich in dieser Situation verunsichert und ängstlich: „Was mag da auf mich zukommen?“ Antworten gibt das neue, aktuelle Internettool „Die virtuelle MS-Klinik“, die die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft unter www.dmsg.de online geschaltet hat.

„Eintreten und nachvollziehen“ lautet die Devise für das von DMSG-Bundesverband in Zusammenarbeit mit der AMSEL, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg, konzipierte interaktive Projekt. Der Nutzer schlüpft in die Rolle des virtuellen Patienten und beginnt seinen Rundgang in der Eingangshalle.

Im Erdgeschoss der virtuellen Klinik der DMSG befinden sich die diagnostischen Stationsräume, in der ersten Etage geht es um die Therapie. Übrigens kann für alle vorgestellten Untersuchungen und Aktionen ein persönlicher Begleiter zugeschaltet werden, der die entsprechenden Begründungen für die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen erläutert. Der Schauspieler und Regisseur Daniel Krauss hat diese Rolle übernommen.

Alle Schritte, die auf die Einweisung ins Krankenhaus erfolgen, können auf dem Rundgang nachvollzogen werden. Was passiert eigentlich bei der Eingangsuntersuchung? Worauf zielen die Evozierten Potentiale ab? Wie funktioniert die Magnetresonanztomografie? Was geschieht bei der Lumbalpunktion? In der virtuellen MS-Klinik der DMSG wird erklärt, welche Untersuchungen notwendig sind, warum sie zur Diagnosefindung wichtig sind, wie die unterschiedlichen Untersuchungen vonstatten gehen und welche Schlüsse aus den Untersuchungsergebnissen gezogen werden.Ist die Diagnose gestellt, dann geht es um die therapeutischen Konsequenzen. Auch hier hilft die virtuelle MS-Klinik der DMSG weiter. Welche Therapieoptionen kommen für die unterschiedlichen Verlaufsformen der Multiplen Sklerose infrage. Ob Schubtherapie, verkaufsmodifizierende Therapie und / oder symptomatische Therapie – anschaulich werden die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt und auf ihre Besonderheiten eingegangen.

Mit allen erdenklichen interaktiven Finessen – Texten, Filmen, 3-D-Animationen – ist die virtuelle MS-Klinik ausgestattet und erlaubt somit einen aufklärenden, informativen, vor allem aber auch lebendigen Einblick in die Geschehnisse bei einem Krankenhausaufenthalt, wenn Multiple Sklerose im Spiel ist.

Die virtuelle MS-Klinik der DMSG, die fachlich von Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes und Chefarzt des Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad, begleitet wurde, hilft Menschen mit Verdacht auf MS und bereits diagnostizierten dabei, mögliche Unsicherheiten und Ängste abzubauen. Denn, wer eine Vorstellung davon hat, was ihn im Krankenhaus erwartet, wird einem Aufenthalt weit gelassener entgegensehen können und sich mit der Krankheitsbewältigung leichter tun.

Der DMSG-Bundesverband bedankt sich bei der Techniker Krankenkasse für die Übernahme der Finanzierung im Rahmen der Projektförderung 2013.