Ab dem 15. September 2020 bieten der Bundesverband und der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Informationswochen speziell für Neubetroffene an. Das vielseitige Angebot aus Online-Seminaren, Hotlines und virtuellen Sprechstunden richtet sich an alle, die in den letzten zwei Jahren die Diagnose Multiple Sklerose bekommen haben – ein Einschnitt, der meist viele Fragen nach sich zieht.

Hannover, 08.09.2020: Auch in der frühen Phase nach Diagnosestellung kann es für Erkrankte und ihre Angehörigen wichtig sein, sich damit auseinanderzusetzen, welche Auswirkungen die chronische, neurologische Erkrankung Multiple Sklerose auf die weitere Lebensgestaltung haben kann. Viele Fragen stellen sich, besonders auch in den ersten beiden Jahren nach der Diagnosestellung – seien sie medizinischer oder psychosozialer Natur.

Die Reihe wird von Dr. med. Dieter Pöhlau, Chefarzt der Neurologie der Kamillus-Klinik in Asbach/Westerwald, eröffnet. Der stellvertretende Vorsitzende des DMSG-Bundesverbandes und Landesvorsitzende der DMSG in NRW klärt über die Krankheit Multiple Sklerose auf und gibt wichtige Hinweise für die Behandlungsoptionen in der frühen Phase der Erkrankung.

Mit einem umfangreichen Programm bietet die DMSG in verschiedenen Formaten Orientierungshilfe an. Das ausführliche Programm finden Sie auf www.dmsg.de.

Neben den Fachinformationen gibt es auch die Möglichkeit zum Austausch untereinander im Rahmen einer moderierten Online- bzw. virtuellen Gruppe.

Anmeldungen zu den Online-Vorträgen sowie den virtuellen Gruppen sind ab sofort hier möglich: https://dmsg-nrw.de/events/spezielle-angebote-fuer-neubetroffene-onlinevortrag-medizinische-aspekte/

Wir danken der GKV NRW für die Unterstützung im Rahmen der Selbsthilfeförderung.

Hintergrund:

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss von Patienten und medizinischen Fachleuten gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 857 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.186 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 251 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG rund 44.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 250.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt. MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Weltweit sind mehr als 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

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