Ein besonderes Musikerlebnis versprechen zwei barrierefrei zugängliche Turmglockenspiel-Konzerte zu werden: am 4. Juli in Aschaffenburg um 16 Uhr und am 10. Juli um 20 Uhr in Frankfurt. Der Carilloneur David van Amstel aus den Niederlanden gibt dann Konzerte für das  Carillon (Turmglockenspiel). Der Tipp zu diesem außergewöhnlichen Ohrenschmaus kam von einem Mitglied der DMSG Hessen.

Mit Glockenklängen kreuz und quer durch Europa…

Der Carilloneur David van Amstel nimmt sein Publikum mit auf Wanderschaft durch ganz. Europa: Hoch im Turm sitzt
er am Spieltisch und bespielt mit Händen und Füßen die 47 bis 49 Glocken. Musik aus allen Himmelsrichtungen
Europas erklingt über der Stadt…

  • Sonntag,  4. Juli, 16.00 Uhr: Aschaffenburg: Schloss Johannesburg: Schloßplatz 4
    Das Carillon klingt am schönsten im Schloßpark rechts vom Schloss. Zutritt: frei.
  • Samstag, 10. Juli, 20.00 Uhr: Frankfurt am Main: Alte Nikolaikirche: Römerberg 11
    Das Carillon klingt am schönsten am Römerberg. Zutritt: frei (um eine Spende wird gebeten).
  • Werke von u.a. J.S. Bach, W.A. Mozart, G. Puccini, E. Elgar, A. Dvorak und F. Mendelssohn

Musik made in Europe: Zugegeben: Europa wird viel mit Sachen wie Brüsseler Bürokratie, Regulierungsdrang und
politischer Ohnmacht in Verbindung gebracht. Aber glücklicherweise bedeutet Europa nicht nur Spaltung. Es gibt auch
vieles, was Europa verbindet: Musik ist ein Beispiel dafür.

Musik aus Österreich oder Tschechien klingt zwar anders als Musik aus südlicheren Ländern wie Spanien oder Italien. Die Ähnlichkeit besteht jedoch darin, dass die für dieses Konzert ausgewählte Musik sehr zugänglich ist, unabhängig davon, aus welchem Teil Europas sie stammt. Das macht diese Musik so passend für ein Carillon-Konzert. Schließlich ist es Musik für alle Menschen: für den zufälligen Passanten ebenso wie für den aufmerksamen Zuhörer. Das Klangspektrum eines Carillons lädt zu Finesse und Interpretationsfreiheit ein und macht es möglich, unbekannte Aspekte von Melodien zu entdecken. Diese werden betont und gewichtet und werfen ein neues Licht auf bereits bekannte Melodien. Neue Dissonanzen entstehen und neue Lösungen werden gefunden. Kurzum: sehr europäisch.

David van Amstel: (Amsterdam, 1970) hat 2015 seine Ausbildung zum Carilloneur bei Boudewijn Zwart am Carillon Instituut Nederland in Dordrecht (NL) angefangen. Seit 2019 studiert er an der Königlichen Carillonschule in Mechelen (BE) bei Koen van Assche. In Deutschland bespielt David monatlich die Carillons der Alten Nikolaikirche in Frankfurt und der Marktkirche in Wiesbaden. Hauptberuflich arbeitet er beim Kinder Palliativteam Südhessen.