Zirka 2500 Besucher kamen am Wochenende ins Dominikanerkloster und ließen sich auf dem „32. Frankfurter Ostermarkt“ von aufwendig dekorierten und bearbeiteten Ostereiern, Blumengestecken und österlichen Leckereien auf den Frühling einstimmen. Auch der verkaufsoffene Sonntag lud zu einem Bummel über den traditionsreichen Kunsthandwerkermarkt. Über die gute Resonanz freuten sich nicht nur die Aussteller und das Organisationsteam, sondern auch die DMSG Hessen und örtliche MS-Gruppen. Denn der Erlös aus dem Benefizmarkt kommt MS-Kranken in Frankfurt und Hessen zugute.

 

Grau und regnerisch war das Wetter an diesem Wochenende. Nur ab und an kam mal die Sonne hervor. Unterdessen war im Frankfurter Dominikanerkloster bereits der Frühling ausgebrochen. Beim „32. Frankfurter Ostermarkt“ zeigten Kunsthandwerker an gut 60 Ständen ihr Können. Die Besucher konnten traditionelle und ausgefallene Kunst auf Eiern entdecken wie auch Drechslerarbeiten, Keramik, Patchwork, Porzellanmalerei, Stickerei, Origami, Karten, Scherenschnitte, Kerzen oder Erzgebirgische Volkskunst.

Es lockten selbstgemachte Köstlichkeiten: etwa Pesto, Senf, Essig und Öl und Pralinen. Der amtierende Weltkonditor des Jahres, Bernd Siefert aus Michelstadt im Odenwald, verführte mit süßen Naschereien: etwa mit Cupcakes, die mit Häschen und Küken dekoriert waren.

Auch konnte man einigen Ausstellern bei der Arbeit über die Schulter schauen und ihnen beispielsweise beim Glasblasen oder der Tonarbeit zuschauen. Erstmals mit von der Partie war Michaela Schwarz: Sie bot „Springerle Holzmodeln“ an, die österliche Motive zierten.

„Allerdings hatte sich die Vorbereitung des Ostermarkts in diesem Jahr etwas schwieriger gestaltet als sonst“, sagte die ehrenamtliche Organisatorin Ingrid Bauer in ihrer Begrüßung. Das lag zum einen an dem recht frühen Termin als auch an der Konkurrenz parallel laufender Ostermärkte.

Umso mehr freute sich Ingrid Bauer über den positiven Zuspruch an den beiden Ostermarkttagen. Insgesamt waren es zirka 2500 Besucher, die gestern und heute ins Dominikanerkloster gekommen waren. Auch hatten viele Kunden den heutigen verkaufsoffenen Sonntag genutzt, um nach dem Shopping in der Innenstadt noch einen Bummel über den Ostermarkt zu machen.

„Ich komme jedes Jahr. Ich mag die gebotene Abwechslung und das Ambiente. Auch finde ich es gut, dass der Erlös MS-Kranken gespendet wird“, sagte Besucherin Anneliese Fuchs aus Neu-Isenburg am Stand von Karin Lenz, die Stofftaschen in allen Größen und Variationen anbot.

Eine langjährige Ausstellerin ist Helene Hoffmann aus Eppstein: „Hier wird man wunderbar willkommen geheißen. Es herrscht eine tolle Atmosphäre. Die Kunden bringen einem so viel Wertschätzung für die Arbeit entgegen“, sagt die 74-jährige Puppenmacherin, der es zudem wichtig ist, dass der Ostermarkt für einen guten Zweck ist.

In seiner Begrüßung dankte der Geschäftsführer der DMSG Hessen, Bernd Crusius, Ausstellern, dem Organisationsteam um Ingrid Bauer und Käte Westphal sowie den Kunden: „Wir freuen uns über jeden Euro, den wir über den Ostermarkt gespendet bekommen. Denn jeder Euro hilft, um schwer MS-Betroffenen durch unsere Angebote im Jahresprogramm und in der Beratung ein wenig ihr Schicksal zu erleichtern.“

So nutzte die DMSG Hessen den Ostermarkt, um am Infostand über die MS-Selbsthilfeorganisation, ihr hessenweites Beratungs- und Angebotsnetz und die Erkrankung Multiple Sklerose aufzuklären. Die MS-Betroffenen Edeltraud Opper und Hilde Lommel (beide aus Frankfurt) sprachen mit Interessierten und informierten sie. Auch Dagmar Gottschlich aus Darmstadt deckte sich mit Broschüren ind Infoflyern ein. „Der Sohn einer Kollegin von mir hat vor 1,5 Jahren die Diagnose erhalten. Daher möchte ich ihr noch etwas Infomaterial mitbringen.“

Der Erlös aus dem 32. Frankfurter Ostermarkt geht sowohl an den Landesverband in der DMSG als auch an die örtlichen MS-Gruppen, die während des Wochenendes den Kassendienst übernommen und organisiert hatten. Sonja Thelen