Mit dem beeindruckenden Ergebnis von 89.500 Euro hat heute der „13. PfennigBazar“ im Frankfurter Dominikanerkloster um kurz vor 19 Uhr seine Pforten geschlossen. Der Erlös aus dem zweitägigen Verkauf in dem beliebten „Second-Hand-Warenhaus für den guten Zweck“ kommt zum größten Teil der DMSG Landesverband Hessen zugute. Die Einnahmen dienen dazu, Beratungs- und Therapieangebote für an Multiple Sklerose Erkrankte zu finanzieren, aber auch neue Projekte, die vor allem junge MS-Betroffene im Fokus haben.

Ein rundum positives Fazit zog Susie von Verschuer-Bär, Mit-Initiatorin und engagiertes DMSG-Hessen-Mitglied, nachdem sich heute um 18.45 Uhr die Tore hinter dem „13. PfennigBazar“ geschlossen hatten. „89.500 Euro haben wir an beiden Verkaufstagen eingenommen. Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt die Geschäftsführerin der Spedition Fermont, die mit ihrem Unternehmen und ihrem Team seit der Premiere 2004 das organisatorische Rückgrat des PfennigBazars ist:

„Die Spenden, die die ehrenamtlichen Helfer an den sieben Sammelterminen angenommen und sortiert hatten, haben 1700 Kartons gefüllt. Angesichts der notwendigen und selbstverständlichen Unterstützung für die Flüchtlinge haben wir mit weniger gerechnet. Umso mehr haben wir uns über die vielen qualitativ hochwertigen Spenden zugunsten der MS-Kranken gefreut.“

Ungebrochen war ebenso der Zuspruch bei den Kunden des „Second-Hand-Warenhauses für den guten Zweck“. Tausende waren an beiden Tagen auf Shoppingtour. Die ersten hatten schon drei Stunden vor Öffnung angestanden. Wie Wally Feistner und Wolfgang Kumpf, die schon bei der Premiere auf Schnäppchenjagd gegangen waren.

Auch Johanna Stypa besucht seit Jahren den PfennigBazar und nimmt sich den Tag frei, um in Ruhe zu stöbern: „Ich finde es wichtig, dass das Ganze für einen guten Zweck ist, der Basar ehrenamtlich organisiert wird, und ich weiß, was mit dem Geld passiert.“  So geht ein Großteil des Erlöses an die DMSG Hessen.

Geschäftsführer Bernd Crusius betont: „Der PfennigBazar ist für uns nicht nur eine wichtige Einnahmequelle, sondern auch eine Plattform, um über Multiple Sklerose zu informieren, um auf uns und unsere Arbeit als MS-Selbsthilfeorganisation aufmerksam zu machen und um über unsere vielfältigen Angebote zu informieren. Hier hat sich aktuell bei der DMSG Hessen einiges getan, um vor allem junge MS-Betroffene anzusprechen. Ein Beispiel ist die Online-Plattform ‚MS-Connect‘, wo sich jüngere MS-Betroffene in einem geschützten Rahmen austauschen und kontaktieren können.“

Auch Céline Zimmermann aus Usingen lobt, dass die Einnahmen zum Großteil an die MS-Gesellschaft gehen. Sie war zum ersten Mal auf dem PfennigBazar: „Das ist ja Wahnsinn. Angesichts der vielen Sachen und Abteilungen bin ich schon fast überfordert.“ In der Tat ist der PfennigBazar für seine preisgünstigen Designer-Klamotten, edlen Roben, eleganten Anzüge berühmt. Auch Kimonos fanden sich gab es zu entdecken. In ein besonders schönes Exemplar schlüpfte diese junge Kundin (siehe Foto).

Die Kunden können sicher sein, bei der riesigen Auswahl an gut erhaltener und qualitativ hochwertiger Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie an Haushaltswaren, Kunstgegenständen, Nippes und Spielwaren fündig zu werden. Die 300 Freiwilligen, die an beiden Tagen im Einsatz waren, hatten schon am Montag mit dem Aufbau angefangen. Sie sind – wie die Spedition Fermont – ebenso unverzichtbar fürs Gelingen.

Unermüdlich packten sie Ware aus, berieten Kunden oder verpackten Zerbrechliches. Zum dritten Mal in Folge packten Mitarbeiter von „ING-DiBa“ mit an, die dank ihres sozialen Unternehmensprojekts „Give Five“ im Einsatz waren. „Das macht einfach Spaß und ist für einen guten Zweck. Auch herrscht hier eine tolle Atmosphäre“, sagt Thomas Dürrnagel, der sonst im Controlling der ING-DiBa arbeitet.

Zugleich nutzt Organisatorin Susie von Verschuer-Bär den Anlass für einen Appell: „Wir brauchen neue Helfer. Einige von uns sind einfach nicht mehr so fit.“ Wer Interesse hat, sich für den PfennigBazar zu engagieren, kann sich einfach an die DMSG Hessen wenden: Stefanie Reich, Tel. 069/40 58 98-21, Email: reich@dmsg-hessen.de.

Zugleich dankt die DMSG Hessen den Sponsoren Galeria Kaufhof, dem Caterer-Unternehmen  JP-Ela Gourmet-Service und dem Evangelischen Regionalverband, der das Dominikanerkloster zur Verfügung gestellt hat, für ihre Unterstützung und Hilfe. Der Erlös geht zu Dreivierteln an die DMSG Hessen und zu einem Viertel an den Hospizverein St. Katharina. Was nicht verkauft wurde, spendet die DMSG Hessen gemeinnützigen Organisationen, die sich um hilfsbedürftige Familien oder Wohnsitzlose kümmern. Sonja Thelen