An mehreren Schulen führten wir bereits sogenannte "Run for help" Aktionen durch.
Run for help ist ein Benefizlauf von Schülern für Menschen mit der noch immer unheilbaren Krankheit "Multiple Sklerose".
Die Hälfte der erlaufenen Spendengelder bleiben bei der Selbsthilfegruppe in der Region, die andere Hälfte wird vom Landesverband für die Beratungsarbeit der DMSG-Beratungsstelle Alsfeld, Behindertenfahrdienste, Therapieangebote und vieles mehr verwendet.
Mehr Information zum "Run for help" erhalten Sie beim Landesverband
Seit einigen Jahren findet in regelmäßigen Abständen die Hof&Art Ausstellung von Hannelore und Claudia Lenk in Bermuthshain statt. Die Besucher kommen nicht nur aus der Region, sondern auch aus dem Raum Frankfurt und von außerhalb der hessischen Landesgrenzen.
Auch in diesem Jahr durften wir wieder zugunsten unserer Selbsthilfegruppe "DMSG Kontaktgruppe Vogelsberg", Kuchen und Kaffee verkaufen und die Besucher über die Krankheit Multiple Sklerose und was ein Leben der Erkrankung für Betroffene und deren Angehörige bedeutet informieren. Wir sagen hiermit nochmals Danke!
Zwei Selbsthilfegruppen unternehmen gemeinsamen Ausflug
Ausflug nach Bad Kissingen am 05.07.2008
Anfang Juli waren die MS-Selbsthilfegruppe Vogelsberg und die Rheumaliga Schlitz und Schlitzerland zu einem Tagesausflug nach Bad Kissingen unterwegs.Dies wurde durch die Hertie-Stiftung, die Gelder für gemeinsame Aktivitäten von zwei Selbsthilfegruppen zu Verfügung stellt, ermöglicht. Mit einem rollstuhlgerechten Reisebus der Fa. Heinl aus Burgwald wurde morgens bei gutem sommerlichen Wetter in Lauterbach gestartet und über Schlitz nach Bad Kissingen gefahren. Dort angekommen konnten die Rollstuhlfahrer den Bus ganz bequem über eine Hebebühne verlassen. Danach ging es gemütlich durch den Kurpark bis man sich zum gemeinsamen Mittagessen im Kurgartecafe traf. Im Anschluss hatte man Gelegenheit die Rosenausstellung zu bewundern, bevor eine kurze Schifffahrt auf der Saale statt fand. Wieder auf festem Boden angekommen hatte jeder Zeit zur freien Verfügung. Obwohl Bad Kissingen die schönsten Gärten und Bauten in der ganzen Region, wenn nicht sogar von ganz Bayern vorzuweisen hatte, so hatten seine Bürger doch nichts von dieser Pracht. Daher blieb den Bürgern die Kuranlagen verwehrt und der Magistrat der Stadt entschloss sich zu handeln. Das Ergebnis war der Rosengarten, der gleich gegenüber dem Regentenbau angelegt wurde, und somit dem Bauherrn Prinzregenten Ludwig verärgern sollte. Heute schätzen Kurbesucher, Touristen und auch die Bürger den frei zugänglichen Garten, der mit seinem Wasserspiel in Form eines Fächers ein neues Wahrzeichen für Bad Kissingen etablierte. Hauptattraktion sind allerdings die Namensgeber des Parks. Die Rosen verströmen zu Blütezeit einen nahezu betörenden Duft und faszinieren die Besucher durch ihre farbenfrohe Vielfalt. Im Garten findet man auch ein Denkmal von Balthasar Neumann und Georg Anton Boxberg, den Entdeckern der Rakoczy-Quelle. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Kurgartencafe endete der Besuch in Bad Kissingen. Alle waren sich einig, es war ein wunderschöner Tag, den man gerne wiederholen möchte. Einen großen Dank der Hertie-Stiftung
Weihnachtsmarkt in Schlitz
Wir hatten eingeladen in den evangelischen Gemeindesaal zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. In gemütlicher Atmosphäre wurde hier nach dem Gang über den Weihnachtsmarkt ein Päuschen eingelegt. Wer Interesse hatte, konnte sich über unsere MS-Selbshilfegruppe informieren.
Gemeinsames Grillen
am 23. August 2009 in Crainfeld
Vortrag am 26. April 2010 der MS Kontaktgruppe Vogelsberg in Herbstein
„Neurologische und urologische Probleme bei MS“ war das Thema einer Info-Veranstaltung der Multiple Sklerose Selbsthilfe-Gruppe Vogelsberg im Hotel Ristorante in Herbstein. Hierzu waren zwei Mediziner der Städtischen Kliniken Fulda nach Herbstein gekommen. Prof. Dr. med. Tobias Neumann-Haefelin, Direktor der Klinik für Neurologie des Klinikums Fulda und Frau Dr. med. Christina Schmitt, Fachärztin für Urologie. Sie referierten an diesem Abend über urologische und sexuelle Störungen bei der Multiplen Sklerose und zeigten verschiedene Lösungsansätze auf. Außerdem stand ein kurzer Einblick in die kommende medikamentöse MS-Therapie auf dem Programm. Eingeladen zu diesem informativen Vortrag waren nicht nur Betroffene sondern auch Angehörige, da in der Regel auch dieser Personenkreis von den Folgen der Erkrankung indirekt betroffen sein kann. Im Anschluss standen die beiden Referenten für weitere Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung wurde durch die AOK Hessen und die Firma Bayer Schering Pharma unterstützt.
Die beiden Vertreter der Gruppe, Ute Wagner aus Schlitz (rechts) und Reiner Georg aus Steinfurt (links), bedankten sich bei den Medizinern für die umfangreichen Informationen.
Kurs Gedächnistraining im August 2010
Wer aufhört besser zu werden – Hat aufgehört gut zu sein
Mitglieder der MS Selbsthilfegruppe Vogelsberg trainieren ihre geistige Fitness – unter fachlicher Anleitung.
Bei der Multiplen Sklerose können Kognitive Störungen auftreten, die in erster Linie die Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit betreffen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Schäden im Zentralnervensystem die kognitiven Fähigkeiten bereits zu einem Zeitpunkt beeinflussen können, an dem andere Symptome noch nicht auftreten. Dieses Thema wurde in der MS-Selbsthilfegruppe intensiv besprochen. Aus diesem Grunde entschlossen sich 7 Mitglieder der Gruppe an einem Kurs zum Mental Aktiven Training ( MAT ) teil zu nehmen. MAT ist eine wissenschaftlich anerkannte und geprüfte Methode zur Steigerung und Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit. Das Training kann individuell angepasst werden, damit es am wirksamsten ist und vor allem dass es auch Spaß macht. Zur Steigerung der geistigen Fitness, gibt es unzählige Angebote in Form von Büchern, Zeitschriften, CD, DVD, Kursen etc. Die Wirksamkeit darf allerdings häufig bezweifelt werden. Zum MAT Training gibt es aber wissenschaftlich seriöse Studien die Erfolge nachweisen. Voraussetzung ist allerdings eine gewisse Selbstdisziplin und ein tägliches Training von 5 – 10 Minuten. Trotz Nachweis zur Erhaltung, bzw. Steigerung der kognitiven Fähigkeiten, werden in der Regel bisher von den Krankenkassen leider keine Zuschüsse zu solchen Kursen übernommen. Unter der Anleitung von Herrn Herbert Krauß (Lauterbach), ausgebildeter und lizenzierter MAT Trainer der Gesellschaft für Gehirntraining, fand an acht Abenden das MAT statt. Viele Menschen sehen in geistiger Fitness nur das Gedächtnis. Ein gutes Gedächtnis alleine, garantiert aber noch lange keine geistige Fitness. So wurden an den Abenden schwerpunktmäßig der Arbeits- speicher, die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung sowie die Merkspanne (unmittelbares Behalten) geübt. Daneben gab es Übungen zum Gedächtnis, der Wahrnehmung und zum kreativen Denken. Den Teilnehmern wurden u. a. theoretische Grundkenntnisse zum Einfluss der Ernährung auf die geistige Fitness, kreatives Denken, Intelligenz und über den Einfluss von Krankheiten auf unser Gehirn vermittelt. In jeder Stunde gab es Übungen zur Aktivation körperlich und geistig und zur Entspannung. Der Kurs zeigte, dass es kein Widerspruch sein muss sich selbst zu motivieren, etwas Ehrgeiz zu zeigen und dennoch Spaß zu haben. So haben die Teilnehmer viele Anregungen mitnehmen können, wie sie ihre geistige Fitness in Zukunft trainieren können, um einen geistigen Abbau vorzubeugen. Es gibt nichts gutes, außer man tut es, denn Gesundheit beginnt im Kopf. Die 7 Teilnehmer haben das verstanden und setzen es auch um.
LAUTERBACH (ot). Auch wenn die Wissenschaft momentan keine Aussicht auf Heilung stellen kann, so strahlen manche Menschen mit Diagnose Multiple Sklerose viel Hoffnung aus: Hoffnung auf ein erfülltes Leben. Die Möglichkeit besteht durchaus, wie es Mitglieder der MS-Kontaktgruppe Vogelsberg vorleben. Oft fehlt nur die Motivation. Diese Motivation und den Rückhalt ermöglicht die MS-Selbsthilfegruppe seit 25 Jahren. Ein Grund, das ausgiebig in der Aula der Sparkasse Oberhessen in Lauterbach zu feiern.
Dass viele der Mitglieder seit einem viertel Jahrhundert neuen Mut fassen konnten, davon zeugten die vielen Anwesenden bei der Feierlichkeit. Reden, Infowände und Buffet bildeten das Rahmenprogramm. Das Funkenmariechen Pauline Lang aus Lauterbach und die Dancing-Divas aus Sandlofs lockerten die Feier mit einer Tanzeinlage auf.
Aktive Mitglieder wurden von Dr. Sibylle Starzacher, Vorstandsmitglied Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Frankfurt, geehrt. Die Anwesenheit von Monika Dettke, Geschäftsführerin DSMG, unterstrich die Bedeutung des Jubiläums sowie die Anwesenheit vom Mitbegründer der MS-Kontaktgruppe Vogelsberg, Dr. Thomas Schulte. Der ehemalige Chef der Psychiatrie im Krankenhaus Eichhof kam extra aus Mainz angereist. „Ich war schon immer von der positiven Wirkung der Selbsthilfegruppen überzeugt“, sagte er in seiner Rede. In der Psychiatrie führe die Gruppenarbeit zu guten Heilungsfortschritten. Heilung und MS - noch gibt es keinen Konsens, dennoch hat es den Anschein, als ob die Gemeinschaft der Betroffenen den Krankheitsverlauf verlangsamt. Schulte und die Gründungsmitglieder Waltraud Haberkorn und Erich Hartmann rückten die Menschlichkeit in den Mittelpunkt der Gruppenarbeit, und aus MS-Patienten wurden mutige MS-Patienten.
„Geteiltes Leid ist halbes Leid!“, brachte es Rudolf Marx auf den Punkt. Auch abseits der offiziellen Feierlichkeiten informierte sich der Landrat des Vogelsbergkreises bei der 1. Vorsitzenden Ute Wagner, die keine Hemmungen hat, ihr Schicksal und das Schicksal ihrer Mitglieder zu thematisieren. Berührungsängste der gesunden Menschen kamen erst gar nicht auf. Mit der Erkenntnis: Rollstühle und Rollatoren können Normalität bedeuten. Zur Normalität gehörte auch die große Portion Lebensfreude und ein wenig Nervosität. Ute Wagner zeigte beides; viel Herzklopfen und -blut in ihrer Begrüßungsrede. Das machte die 1. Vorsitzende als Gastgeberin noch sympathischer. Erfreut begrüßte sie Mitglieder der MS-Selbsthilfegruppe Albatros aus Alsfeld. Ferner nahm sie sich die Zeit, um sich bei vielen Menschen und Vogelsberger Firmen zu bedanken, welche die Feier und die Arbeit der Gruppe unterstützen. Die Physiotherapeutin Petra Henkelmann bekam einen großen Blumenstrauß. Ein Dank ging auch an Arnold und Corinna Kircher, die Nordic-Walking-Lehrer.
Die Politik im Vogelsberg war durch Ulrichsteins Stadtrat Werner Funk, Herbsteins Bürgermeister Bernhard Ziegler und Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller vertreten. Vollmöllers Glückwünsche richteten sich an die Verantwortlichen, deren ehrenamtlicher Einsatz für die Belange der MS-Kranken in der Region soviel Gutes bewirken konnte. Die Gruppe habe aus dem ICH ein WIR gemacht, umschrieb der Ratsherr das Gruppenmotto. „Gemeinsam begibt man sich auf den Weg mit dem Ziel, mit der Krankheit zu leben und umgehen zu können.“ Bernd Höhl, Vertriebsdirektor der Sparkasse Oberhessen, freute sich besonders, dass sein Geldinstitut die Räumlichkeiten stellen durfte.
Die goldene Ehrennadel der DSMG erhielten verdiente Mitglieder und Familienangehörige von Mitgliedern: Cornelia Euler, Waltraud Haberkorn, Heinfried Haberkorn, Erich Hartmann, Claus-Robert Mattern und Ute Wagner. Die silberne Ehrennadel der DSMG erhielt Reiner Georg.
Monika Dettke (links) und Sybille Starzacher (Dritte von links) von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft zeichneten Mitglieder und Familienangehörige von Mitgliedern aus.