Landesbeirat MS-Erkrankter

Förderung des Informations- und Meinungsaustausches

Die wichtigste Aufgabe des Landesbeirates MS-Erkrankter ist das Einbringen der Belange der MS-Betroffenen in die Arbeit des Landesverbandes und die Förderung des Informations- und Meinungsaustausches aus der Sicht der Betroffenen.

Mitglieder:
Hella Brockmann, Regina Eberhardt, Ramona Hemsath, Gisela Kübelbeck, Ulla Maus, Georg Pellinnis, Karl Pistorius, Alice Schmegel, Sigrun Schäfer, Peter Sovanyka, Toni Tischlik, Margret Wimmel

Georg Pellinnis
(Vorsitzender)

Ute Wallner
(stv. Vorsitzende)

Interview mit Georg Pellinnis, Vorsitzender des Landesbeirats MS-Erkrankter, über die Arbeit des Gremiums: „Mitarbeit erwünscht“

Herr Pellinnis, Sie sind der neue Vorsitzende des Landesbeirats MS-Erkrankter. Warum haben Sie sich hierfür zur Verfügung gestellt?

Ich habe schon seit Jahren als Schriftführer in dem Gremium gearbeitet.
Ute Wallner, die langjährige Vorsitzende, kam auf mich zu und fragte mich:
„Hast Du Lust in meine Fußstapfen zu treten? Ich kann das Amt nicht mehr
so ausüben, wie ich es gerne möchte.“ Ich habe sofort zugesagt, mich aufstellen lassen und wurde in der Sitzung im Oktober gewählt.

Die Mitglieder des Landesbeirats MS-Erkrankter kümmern sich um die Anliegen hessischer MS-Betroffener.

Was war für Sie die Motivation, sich im Landesbeirat zu engagieren?
Seit Beginn ist es mein Anliegen, Probleme, die MS-Erkrankte betreffen und die sie haben, zu kommunizieren, damit auch die Politik zuhört und zu unseren Gunsten tätig werden können. Aktuell befassen wir uns zum Beispiel damit, dass MS-Patienten keine Fußpflege verordnet wird. Nur bei Patienten, bei denen Diabetes diagnostiziert wurde, übernehmen die Krankenkassen derzeit die Kosten für eine Fußpflege beim Podologen. Wir möchten das auch für MS-Kranke durchsetzen.

Wie gehen Sie jetzt vor?
Nachdem das Thema im Landesbeirat war, nehme ich es mit in die Sitzung des Bundesbeirats. Ich möchte klären, inwiefern es möglich ist, mit Unterstützung durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband oder dem VdK aktiv zu werden.

Was sind die Aufgaben des Landesbeirats?
Die Hauptaufgabe ist, ein Ohr für die Anliegen unserer Betroffenen zu haben und zu schauen, wie wir ihre zum Teil sehr schwierigen Lebensumstände erleichtern. Mir persönlich geht es phantastisch. Aber bei vielen ist das nicht der Fall. Wir verstehen uns als Anwalt und Anlaufstelle für die Interessen MS-Erkrankter in Hessen.

Welche anderen Themen treiben Sie um?
In unserer letzten Landesbeiratssitzung haben wir uns mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention befasst. Dazu war Ayse Oluk zu Gast, die juristische Referentin der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen in der Hessischen Landesregierung. Mit ihr haben wir auch über die Themen Krankengymnastik, Kostenzuschuss bei Umbauten gesprochen, und sie hat uns Adressen übergeben. Aber hier sind auch unsere Sozialarbeiterinnen der DMSG Hessen sehr qualifizierte Ansprechpartnerinnen.

Ist Mitarbeit erwünscht?
Auf jeden Fall! Aber aktive Mitarbeit! Nicht nur einfach sagen „Macht mal!“ Sondern auch mal selbst den Stift in die Hand nehmen, das Problem aufschreiben, mit mir abstimmen und dann raus schicken. Solche Leute brauchen wir!

Kontakt:
Georg Pellinnis, Vorsitzender Landesbeirats MS-Erkrankter, Tel. 06441-212181, E-Mail: GeorgPellinnis@t-online.de, www.dmsg-hessen.de/wetzlar-aktiv-mit-spass/aktuelles/