Über eine tolle Besucherresonanz konnten sich die ehrenamtlichen Organisatoren und die DMSG Hessen beim „34. Frankfurter Ostermarkt“ freuen: Gut 3000 Besucher kamen ins Dominikanerkloster, das sich am vergangenen Wochenende (3./4. März) in einen frühlingshaften Ort verwandelt hatte. 60 Aussteller machten mit ihren vielfältigen kunsthandwerklichen und farbenfrohen Arbeiten Lust aufs Frühjahr. Die Auswahl reichte von aufwendig und künstlerisch gestalteten Ostereiern über Gestecke, Handarbeiten, Glaskunst bis hin zu kreativen Papier- oder Filzarbeiten. Auch Weltkonditor Bernd Siefert verführte mit süßen Leckereien. Zugleich ist der „Frankfurter Ostermarkt“ für einen guten Zweck: Der Erlös aus Eintritts- und Standgebühren geht an die DMSG Hessen und örtliche MS-Selbsthilfegruppen.

„Wir hatten einen tollen und enormen Andrang mit 3000 Besuchern. Das war einfach prima“, zog Organisatorin Käte Westphal eine rundum positive Bilanz des „34. Frankfurter Ostermarkts“ am vergangenen Wochenende (3./4. März): „Der Ostermarkt war rundum gelungen. Es war ein gutes Publikum. Es kamen viele neue Besucher. Und die Aussteller waren auch zufrieden.“

Dass der Frankfurter Ostermarkt auch bei seiner 34. Auflage ein Publikumsmagnet ist, hat vor allem mit dem Gespür und der Einsatzfreude der beiden Organisatorinnen Ingrid Bauer und Käte Westphal zu tun. Seit über 30 Jahren sind die beiden Ehrenamtlichen in die Organisation des nichtkommerziellen Kunsthandwerkermarkts eingebunden. Seit einigen Jahren koordinieren Ingrid Bauer und Käte Westphal den Ostermarkt federführend, dessen Erlös aus Eintrittsgeldern und Standgebühren an MS-Kranke in Frankfurt und Hessen geht.

In ihrer Begrüßung dankte Dagmar Spill, Vorsitzende der DMSG Hessen, daher Ingrid Bauer, die leider krankheitsbedingt diesmal beim Ostermarkt nicht vor Ort sein konnte, und Käte Westphal für ihren langjährigen Einsatz: „Man merkt an der Atmosphäre und der wunderschönen Auswahl, mit wieviel Engagement Sie den Ostermarkt auf die Beine stellen und sich damit auch für MS-Kranke einsetzen. Auch den  kunsthandwerklichen Arbeiten ist anzusehen, mit viel Herzblut sie angefertigt und gestaltet wurden.“

Tatsächlich konnten die Besucher eine ungeheure Bandbreite an handwerklich aufwendig bearbeiteten, mit Hilfe alter und traditioneller Techniken verzierten Ostereiern entdecken. Wie am Stand von Daniela Pulwey mit ihren Tier-Malereien auf hauchfeinen Eierschalen. „Ich schätze hier die herzliche Atmosphäre und finde es gut, dass der Ostermarkt für einen guten Zweck ist“, sagte die Künstlerin aus Rodgau.

Am Stand von Ursula Kähn aus Frankfurt-Nied drehte sich derweil alles um die „Grie Soß“: Gedichte und Malereien rund um das Frankfurter Nationalgericht zierten Ostereier in allen möglichen Größen sowie Dosen und Schachteln.  Darüber hinaus gab es ein reichhaltiges Angebot an Kunsthandwerk wie Porzellanmalerei, Filz- und Papierarbeiten, Zinnfiguren, Keramik, österliche Gestecke, Thüringische Glaskunst, Karten und Scherenschnitte zu entdecken.

Es locken selbstgemachte Köstlichkeiten etwa leckere Marzipan-Osterhasen, Schoko-Eier oder Pralinen am Stand von Weltkonditor Bernd Siefert aus Michelstadt im Odenwald. Besucher konnten sowohl ihm als auch einigen Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Monika Schonard demonstrierte beispielsweise die hochfiligrane Handarbeitskunst „Klöppeln“. Schon seit der Premiere des Ostermarkts vor fast 35 Jahren nimmt die Maintalerin am Frankfurter Ostermarkt teil. „Das Publikum ist sehr interessiert und wertschätzend“, sagte Monika Schonard, während sie unverdrossen weiter an einer rosafarbenen Bordüre arbeitete.

Auch nutzten einige Besucher die Möglichkeit, sich am Infostand der DMSG Hessen mit Broschüren einzudecken und sich über Multiple Sklerose sowie das breite Beratungs-, Therapie- und Selbsthilfeangebot der DMSG Hessen zu informieren. Zudem übernahmen örtliche MS-Selbsthilfegruppen den Kassendienst und erhalten daher einen Teil aus dem Erlös. Sonja Thelen