Im Oktober 2017 wurde im Herzen der Frankfurter Altstadt der Neubau des Historischen Museums Frankfurt (HMF) nach fünf Jahren Bauzeit eröffnet. Ein Besuch verspricht ein barrierefreies Erlebnis zu werden.

Mit der Eröffnung des Ausstellungshauses ist das neue Historische Museum fertig. Der Wandel vom Fachmuseum für Geschichte zum modernen Stadtmuseum findet einen sichtbaren Ausdruck im Museumsquartier. Ab dem 7. Oktober sind die großen Ausstellungen „Frankfurt Einst?“ zur Stadtgeschichte und „Frankfurt Jetzt!“ zur Erkundung der Gegenwart und Zukunft der Stadt erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch mit der großen „Schneekugel“ und dem Bodenfund „Stauferhafen“ zwischen Eingangsbau und historischem Saalhof sind seit der Fertigstellung der Architektur im Mai 2017 zukunftsweisende Angebote entstanden, informiert das HMF.

Die Spolien und Skulpturengalerien an den Fassaden des Ausstellungshauses sind die ersten „Ausstellungen“, welche Besucher sehen, wenn sie sich dem Museumsquartier nähern. Smartphone-Nutzer können mit dem QR-Code auf dem Objektschild Genaueres über die Skulpturen von Altstadthäusern und Figuren aus Frankfurter Gärten erfahren. Nicht weniger als 70qm groß ist das Modell der gegenwärtigen Stadt in der neuen Ausstellung „Frankfurt Jetzt!“, geschaffen vom Rotterdamer Künstler Herman Helle aufgrund von 1.500 Fragebögen Frankfurter Bewohner aus allen 42 Stadtteilen, die das Museum gesammelt hat.

Es wird ergänzt von einem digitalen Angebot, bei dem Frankfurterinnen und Frankfurter ihre subjektive Wahrnehmung und ihr Wissen um die Stadt einbringen können. Gründlich überdacht wurde die Auswahl von rund 4.000 Exponaten aus der 630.000 Objekte umfassenden Sammlung des Historischen Museums. Für ihre Präsentation in der neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ wurden die Basler Szenografen Prof. Ursula Gillmann und Matthias Schnegg  gewonnen. Durch den Reichtum der Sammlungen konnten die Kuratoren des Museums und die Gestalter ungewöhnliche Räume und beeindruckende Objektbilder und schaffen.

Ein Besuch verspricht zudem ein barrierefreies Erlebnis zu werden. Hierzu schreibt das HMF in einer Pressemitteilung.

Seit 2015 arbeitet das Historische Museum auch nach einem „Leitbild Inklusion“, das es mit dem ganzen Museumsteam bei Workshops erarbeitet und mit Unterstützung von vielen Beteiligten umsetzt. Die bauliche Barrierefreiheit stellt nur eine von vielen Maßnahmen dar, die das Museum für Menschen mit körperlichen Einschränkungen leicht zugänglich macht. Ziel ist es Besucherinnen und Besuchern, ganz gleich mit welchen Einschränkungen und Fähigkeiten, einen bereichernden Museumsbesuch zu bereiten.

Dies fängt bereits bei der Vorbereitung auf der Webseite an, die nach WCAG 2.0 evaluiert wurde und nimmt Gestalt an im Museum. Es stehen Tastmodelle, taktile Spuren, Führungen in Gebärdensprache, Anlesetexte in einfacher Sprache und eine Audiospur speziell für Sehbehinderte zur Verfügung; alle diese Angebote bieten aber auch einen Mehrwert für sehende und hörende Besucher/innen.

Weiter Informationen finden sich online unter folgendem Link:

https://historisches-museum-frankfurt.de/de/barrierefrei